5 bemerkenswerte Geschichten hinter dem Schmuck von Königin Camilla, Herzogin Sophie und Kaiserin Masako (2024)

5 bemerkenswerte Geschichten hinter dem Schmuck von Königin Camilla, Herzogin Sophie und Kaiserin Masako (1)

von Melanie Wenzke

Das japanische Kaiserpaar ist auf Staatsbesuch in London und König Charles und Königin Camilla laden zum Staatsbankett: Zu diesem Anlass werden nicht nur die edelsten Roben, sondern auch die hochkarätigsten Tiaras ausgeführt. GALA erzählt fünf bemerkenswerte Geschichten über die Schmuckstücke von Königin Camilla, Herzogin Sophie und Kaiserin Masako.

Veranstaltungen wie das Staatsbankett in London bieten den Royals die perfekte Bühne, um die schönsten Schmuckstücke der Schatzkammer auszuführen. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick – oder besser gesagt fünf – auf die Juwelen, die auf den royalen Häuptern das Licht millionenfach brechen, und ihre Geschichten.

5 Schmuckstücke, die beim Staatsbankett in London auffallen

Gleich zwei Premieren werden am Abend des 25. Juni gefeiert. Die ausgewählten Tiaren, Broschen und Colliers strotzen nur so von Bedeutungsträchtigkeit. Diese fünf Details stechen am meisten hervor:

1. Kaiserin Masako von Japan feiert Chrysanthemen-Tiara-Debüt

Während die Geschichte des edlen Kopfschmucks in Großbritannien schon mehrere Jahrhunderte zurückreicht, sind Diademe in Japan erst seit Beginn der Meji-Ära (1868 - 1912) bekannt. Mit der voranschreitenden Verwestlichung des Landes nahm auch das Interesse an eben diesen Traditionen zu. Dennoch halten sich die Anlässe, bei denen japanische Kaiserinnen eben solche traditionellen Schmuckstücke tragen, in Grenzen. Staatsbankette mit europäischen Königshäusern zählen neben dem jährlich stattfindenden Neujahrsempfang jedoch dazu.

FürKaiserin Masako, 60, ist das Staatsbankett im Buckingham Palast der erste Anlass, die sehr bedeutende Chrysanthemen-Tiara zu tragen. Denn dies ist nur Kaiserinnen vorbehalten – Kaiser-Witwe Michiko trug sie nur zu einer Handvoll Veranstaltungen und nachdem Kaiser Akihito am 30. April 2019 abdankte, bot sich für die amtierende Monarchin scheinbar keine Gelegenheit. Dass sie die Chrysanthemen-Tiara jetzt bei ihrem Besuch in England trägt, kann als Zeichen von großem Respekt gesehen werden. Zudem erinnert es an das Jahr 1998, als ihre Schwiegermutter es ihr gleich tat.

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Königin Camilla

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König Charles

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Kaiser Akihito

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Queen Elizabeth

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Prinz Edward

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Queen Mum

Die Chrysanthemen-Tiara hat eine außerordentlich starke Symbolkraft, da Chrysanthemen in Japan als Nationalblume gelten. Sie ziert nicht nur den Reisepass des Landes, sondern auch den kaiserlichen Thron und ist in ihrer stilisierten 16-blättrigen Form das Zeichen des japanischen Kaiserhauses. Weil die Blume bis in den November hinein blüht, wird sie mit Unsterblichkeit in Verbindung gebracht. In Verbindung mit Perlmutt ist Weiß die vorherrschende Farbgebung. Auf farbige Juwelen wurde bewusst verzichtet, da Weiß auch der geltende Ton bei formellen japanischen Veranstaltungen ist. Die zentral sitzende Chrysantheme ist der Blickfang – es wird vermutet, dass das 1915 für Kaiserin Teimei hergestellte Diadem aus einer ihrer Broschen gefertigt wurde, die jetzt das atemberaubende Mittelstück bildet. Königin Camilla, 76, folgt ihrem Besuch auf floralen Wegen.

2. Königin und Kaiserin sind sich einig

Camilla trägt die "Burmese Ruby Tiara" zwar nicht zum ersten Mal, ist jedoch die erste, der diese Ehre nach Queen Elizabeth (†96)zu Teil wird. Eine auffälligere Übereinstimmung ist jedoch, dass auch sie sich für ein von Blumen inspiriertes Schmuckstück entschieden hat: Die Rubine und Diamanten sind in Form von Rosenmotiven eingefasst. Heraldisch steht diese Blume, die weiße und rote Blätter kombiniert, für die Tudor-Rose. Auch Camilla verweist so mit ihrer Schmuckwahl auf die Historie der Königsfamilien, wie es auch Kaiserin Masako tut.

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Ihren Namen erhielt die "Burmese Ruby Tiara" durch ihre Entstehung: Das Stück wurde einerseits aus Edelsteinen einer anderen Tiara gefertigt –ein Hochzeitsgeschenk des Nizams von Hyderabad – und andererseits aus einer sehr imposanten Gabe. 96 Rubine waren ein ein großzügiges Geburtstagsgeschenk von Verbündeten aus Burma, dem heutigen Myanmar. Die Landsmänner glauben, dass die roten Edelsteine den Träger vor 96 Krankheiten schützen, die den menschlichen Körper befallen können. Mit der Wahl der "Burmese Ruby Tiara" hat Königin Camilla sicherlich das Wohl ihres an Krebs erkrankten Ehemanns König Charles, 75, im Hinterkopf und unterstützt seine Genesung mit diesem Juwel auch spirituell. Ebenso kann das für Catherine, Princess of Wales, gelten, an die auch Herzogin Sophie bei ihrer Schmuckwahl denkt.

3. Catherine, Princess of Wales, ist nicht nur im Herzen dabei

Dass Rubine symbolisch vor Krankheit bewahren oder die Genesung unterstützen, ist natürlich nicht nur für Charles ein schönes Zeichen, sondern auch für Catherine, Princess of Wales. Herzogin Sophie, 59, schafft mit ihrer Tiara-Wahl eine weitere Verbindung zu Kate. Denn sie trägt neben den tropfenförmigen Diamanten am Hals und an den Ohren ebenfalls ein ganz besonderes Schmuckstück auf dem Kopf: die Lotusblumen-Tiara. Queen Mum (†101) war die Erste, die sie trug – sie wurde aus einer Kette gefertigt, die sie 1923 als Hochzeitsgeschenk von König George VI. bekam. Das Collier mit Diamanten, Perlen, Mäander- und Girlandenmuster ließ sie nur sechs Monate später umändern.

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Später war es ihre Tochter, Prinzessin Margaret (†71), die die Tiara sehr häufig trug. Ihre Schwiegertochter Serena Stanhope trug sie wiederum bei ihrer Hochzeit – vererbt wurde sie jedoch nicht. Lange nach Margarets Tod war nicht klar, wer im Besitz des kostbaren Juwels war. Denn auch wenn ein anderes ihrer Diademe versteigert wurde, blieb die Lotusblumen-Tiara bis ins Jahr 2013 ungetragen. Erst als Catherine, Princess of Wales, sie zu einem Staatsbankett zu Ehren des chinesischen Präsidenten trug, wurde dieses Mysterium geklärt. 2022 zierte sie erneut ihr Haupt, weshalb davon ausgegangen wurde, dass sie fest in deren Besitz ist. Dass Herzogin Sophie die Lotusblumen-Tiara jetzt trägt, widerlegt dies nicht – vielleicht eine Leihgabe an die Frau von Prinz Edward, damit ein Teil von Catherine dem Staatsbankett beiwohnt. So oder so ist es eine schöne Geste, die die Princess of Wales an diesem Abend einschließt.

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4. Königin Camilla debütiert eine ganz besondere Brosche

An ihrem Kleid von Fiona Clare sind zwei Broschen befestigt. Eine der beiden kennt man bereits: es ist das Porträt von Queen Elizabeth, welches sie und andere Royals bereits zu mehreren anderen Anlässen ausführten. Doch über der gelben Schleife befindet sich eine weitere in Hellblau. Darauf zu sehen ist ein handgemaltes Porträt ihres Ehemanns, König Charles, eingefasst in Diamanten. Dabei handelt es sich um den Orden der königlichen Familie, die preisträchtigste Anerkennung, die vom Souverän persönlich verliehen wird. Die Tradition des Familienordens wurde vor über zweihundert Jahren von König George IV. eingeführt, wie es in einer Erklärung des Buckingham Palast heißt. Früher wurde auf Elfenbein gezeichnet, das Abbild von Queen Elizabeth auf Glas und jetzt lächelt Charles' Abbild auf Polymin – eine Art künstliches Elfenbein.

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Doch wieso trägt nur Camilla diese Brosche beim Staatsbankett? Dafür gibt es keine bestätigte Erklärung, es ist jedoch wahrscheinlich, dass das handgezeichnete Porträt mit einem großen Zeitaufwand verbunden ist. Künstlerin Elizabeth Meek, die mit der Miniatur beauftragt wurde, benötigt für diese präzise Arbeit mehrere Wochen.

5. Eine Tiara-Trägerin bleibt gerne unter dem Radar

Brigitte, die Herzogin von Gloucester, ist ebenfalls zu Gast beim Staatsbankett. Sie ist zweifellos eines der elegantesten, aber auch bedecktesten Mitglieder des britischen Adels.

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Ebenfalls in Weiß gekleidet trägt auch Brigitte eine bemerkenswerte Tiara, ein Erbstück mit Diamanten, Perlen und Saphiren besetzt aus den 1920er Jahren. Ihr Ehemann, Prinz Richard, erbte das Stück nach dem Tod seiner Patin, Prinzessin Marie Louise. Diese trug sie auch zur Krönung 1953.

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